Veröffentlichung und Umsetzungsnachweis unterscheiden
BSI führt BS EN 18220:2026 als aktuell, veröffentlicht am 31. Mai 2026. Der öffentliche Anwendungsbereich betrifft DPP-Datenträger, Herstellung und Lesbarkeit, Beständigkeit, Erkennbarkeit sowie die Verbindung zwischen physischem Produkt und digitaler Darstellung.
EN 18220:2026 steht als Eintrag 3 im Anhang der am 15. Juli 2026 veröffentlichten Entscheidung (EU) 2026/1736. ESPR-Artikel 41 Absatz 2 begrenzt die Konformitätsvermutung auf erfasste Anforderungen. Für die konkrete Umsetzung werden weiterhin Nachweise benötigt. Der vollständige Normtext lag für diesen Leitfaden nicht vor.
Quelle: BSI: BS EN 18220:2026, publication status and public scopeQuelle: European Commission: harmonised standards for Digital Product PassportsQuelle: Commission Implementing Decision (EU) 2026/1736, Article 1 and AnnexQuelle: Regulation (EU) 2024/1781: Articles 9–11 and 41
Mit Produkt und zulässigem Datenträger beginnen
Bestimmen Sie zuerst die einschlägigen Produktregeln und deren Vorgaben zu Datenträgerart und Platzierung. Die Batteriepassregelungen verweisen ausdrücklich auf QR-Zugang. Ein anderes Symbol ist nicht automatisch zulässig, nur weil ein Lieferant es günstiger druckt oder der vorhandene Lagerleser es unterstützt.
Beschreiben Sie anschließend die Nutzung: Wer scannt, wo befindet sich das Produkt, welches Licht ist zu erwarten und bleibt die Verpackung am Produkt? Vergleichen Sie für den Pilot realistische Optionen unter diesen Bedingungen. Trennen Sie die rechtliche Entscheidung von praktischen Fragen zu Etikettenlieferant oder Druckgerät.
Quelle: Regulation (EU) 2024/1781: Articles 9–11 and 41Quelle: Regulation (EU) 2023/1542: Articles 13 and 77
Aus der Druckdatei eine kontrollierte Produktionsvorgabe machen
Unser empfohlener Produktionsdatensatz enthält freigegebenen Inhalt, Einstellungen zur Symbolerzeugung, vorgesehene Maße, Material, Druckverfahren und Befestigungsort. Legen Sie die maßgebliche Datei fest. Verhindern Sie, dass ein Verpackungslieferant den Code aus einem Screenshot nachbaut und ungeprüft Gleichwertigkeit voraussetzt.
Prüfen Sie das vollständig montierte Layout einschließlich benachbarter Texte, Veredelung und Falten. Ein alleinstehendes gutes Symbol kann nach Lackierung, Skalierung oder Beschnitt schlecht lesbar werden. Geben Sie ein physisches Referenzmuster frei und beschreiben Sie erneut prüfpflichtige Änderungen. Das sind Empfehlungen zur Produktionskontrolle, keine ungeprüften Normklauseln oder der Norm zugeschriebenen Qualitätsstufen.
Prüfplan aus realistischen Fehlerfällen ableiten
Wählen Sie eine überschaubare repräsentative Stichprobe und begründen Sie ihre Eignung für den Einsatz. Verbinden Sie frisch hergestellte Muster mit relevanten Handhabungsszenarien. Prüfen Sie den tatsächlichen Befestigungsort statt eines bequemeren flachen Ersatzmusters. Dokumentieren Sie Leser, Bedingungen, Versuche und decodierte Ergebnisse für eine wiederholbare Bewertung.
Trennen Sie die Software-Decodierung von der physischen Qualitätsbewertung. Erstere prüft die erzeugte Datei; Letztere untersucht das gedruckte oder markierte Ergebnis. Keine der beiden Prüfungen darf als vollständige Normbewertung bezeichnet werden, solange ihre Abdeckung nicht anhand sämtlicher einschlägiger Dokumente nachgewiesen wurde.
- Decodierten Inhalt mit dem freigegebenen Stand vergleichen.
- Produktzuordnung nach Auspacken oder Umetikettieren kontrollieren.
- Probleme durch Oberfläche, Krümmung oder Veredelung einzeln dokumentieren.
- Eine benannte prüfende Person entscheidet, ob die Nachweise die Freigabe tragen.
Das Ziel nach dem physischen Scan kontrollieren
Ein Datenträgerpilot prüft den vollständigen Ablauf. Kontrollieren Sie nach dem Scan Produktidentität, sichtbare Informationen und Verhalten bei einer Revision oder vorübergehenden Nichtverfügbarkeit. Ein gut lesbares Etikett, das das falsche Modell öffnet, bleibt ein Fehler, auch wenn der Decoder Erfolg meldet.
Prüfen Sie Berechtigung und physische Erkennung getrennt. Ein sichtbarer Produktcode ist kein geheimes Zugriffsmerkmal. Legen Sie die Darstellung öffentlicher und eingeschränkter Serviceinformationen fest. Testen Sie mit unterschiedlichen Nutzerkontexten statt nur im bereits angemeldeten Browser einer administrierenden Person.
Freigabe und laufende Pflege verantwortbar gestalten
Ordnen Sie Zuständigkeiten für Druckdatei, Druckerprofil, physische Prüfung, Resolver-Ziel und Änderungsfreigabe zu. Bewahren Sie freigegebene Nachweise bei der Produktionsentscheidung auf, damit ein neuer Lieferant die zu erhaltenden Eigenschaften versteht. Prüfen Sie betroffene Punkte bei Änderungen an Material, Drucker, Codeinhalt oder Platzierung erneut.
Passvanta unterstützt den vorbereiteten Produktdatensatz und die Datenträgererzeugung einschließlich Software-Decodierung und Druckgeometrie. Verwenden Sie diese Ergebnisse zusammen mit physischen Nachweisen im Abnahmepaket. Damit wird nicht behauptet, dass sämtliche EN-18220-Klauseln, produktspezifischen Anforderungen oder Prüfungen des EU-Registers bestanden wurden.
Quellen und weiterführende Unterlagen
- Regulation (EU) 2024/1781: Articles 9–11 and 41
Geprüft:
- Regulation (EU) 2023/1542: Articles 13 and 77
Geprüft:
- BSI: BS EN 18220:2026, publication status and public scope
Geprüft:
- European Commission: harmonised standards for Digital Product Passports
Geprüft:
- Commission Implementing Decision (EU) 2026/1736, Article 1 and Annex
Geprüft: